• Zirbe im Schlafzimmer:

    Betten und Schränke aus Zirbenholz

     

    Sprichwörtlich Dufte: Das markanteste Merkmal der Zirbe ist ihr unverkennbarer Geruch. Es ist eine angenehm waldige Note, die dem hellen Holz entströmt. Der Duft rührt von natürlichen ätherischen Ölen im Zirbenholz her. Seit Jahrhunderten wird ihnen eine wohltuende Wirkung nachgesagt, zudem machen sie das Holz resistent gegen Schädlinge. Doch nicht nur deshalb ist Zirbe beliebt für den Möbelbau: Ihr Holz ist weich und dennoch dauerhaft. Es lässt sich gut trocknen und neigt nicht zu Rissen. Zudem hält es erstaunlich gut die Form – kein Wunder bei den Bedingungen, denen eine heranwachsende Zirbe in ihrer natürlichen Umgebung trotzen muss.

    Die Zirbe: Überlebensspezialistin aus den Bergen

    Die Zirbe, auch als Zirbelkiefer, Arve oder Arbe bekannt, stammt aus der Familie der Kieferngewächse. Ihr lateinischer Name lautet „Pinus cembra“. Ihre Heimat sind die Alpen und die Karpaten, wobei die alpine Zirbe ausschließlich in den Alpen zu Hause ist. Die größten Bestände finden sich in Österreich, in der Schweiz und in Südtirol.

    Der zähe Baum wächst in Höhen zwischen 1.300 und 2.850 Metern und damit am äußersten Rand der Baumgrenze. Notwendigerweise gilt die Zirbelkiefer daher als frosthärteste Baumart des Alpenraums. Bis zu -43 Grad hält sie aus und übersteht auch Spätfrost ohne größeren Schaden. Trotz der immensen klimatischen Anforderungen ihrer Umgebung stellt sie sehr geringe Ansprüche an den Nährstoffgehalt und pH-Wert des Bodens. Zirbel wurzelt bevorzugt auf steinigen Böden, wie Gneis, Schiefer oder Kalkgestein.

    Der Wuchs des Alpenbaumes ist von den harschen Bedingungen seiner Umwelt gezeichnet. So kommt die Zirbe wortwörtlich langsam aus sich heraus: Bis zu 70 Jahre vergehen, bis ein Baum mannshoch gewachsen ist. Jüngere Exemplare weisen dabei einen geraden Stamm mit einer schmalen Krone auf.

    Ältere Zirben, vor allem frei stehende, sind dagegen meist von Blitz und Sturmwind deformiert. Krumme oder mehrere Stämme, tiefe Äste und ein verwachsenes Gesamtbild verleihen der Zirbe ihre charakteristische Optik. Dennoch wird der immergrüne Baum oft bis zu 25 Meter hoch und erreicht zum Teil ein Alter von bis zu stolzen 800 Jahren.

    Schlafmöbel aus Zirbenholz: Helles Holz mit Wohlfühlfaktor

    Das Holz der Zirbe weist eine sehr helle Färbung auf. Viele Harzeinschlüsse und rotbraune Astansätze durchbrechen die eierschalenfarbene Oberfläche. Dadurch entsteht ein unregelmäßiges, aber schönes und lebhaftes Holzbild. Durch den langsamen Wuchs ist der anatomische Aufbau des Holzes von gleichmäßigem Charakter. Es lässt sich daher gut und leicht bearbeiten. Die fest mit dem Stamm verwachsenen Äste können glatt geschnitten werden, ohne beispielsweise beim Hobeln einzureißen.

    Ihre gleichmäßige Struktur verleiht der Zirbe weitere Vorteile als Baumaterial: Sie hat ein sogenanntes „geringes Schwindverhalten“. Aus Zirbenholz gebaute Möbel behalten ihre ursprüngliche Dimension und Form fast vollkommen. Weder neigt das Material beim Trocknen zu Rissen, noch zu Verdrehungen bei wechselnden Temperaturen. Trotz dieser Standhaftigkeit ist die Zirbe die leichteste Nadelholzart der Alpen. Das vereinfacht ihre Verarbeitung zu formschönen und anspruchsvollen Möbeln immens.

    Ein besonderes Merkmal von Zirbelholz ist der charakteristische Duft. Er geht auf das Pinosylvin zurück – ein natürliches ätherisches Öl, von dem bis zu 0,5 Prozent im Holz der Zirbe vorkommen. Es verbreitet einen angenehm holzigen Geruch, der für gesunden Schlaf sorgen soll. Wegen dieser der Zirbe nachgesagten Wirkung wird sie traditionell auch als Heilpflanze angesehen.

    Ihr starker Duft wird vielmals als äußerst beruhigend wahrgenommen. Allein deshalb ist eine positive Wirkung auf den Schlaf nicht auszuschließen – und die Zirbe als Baumaterial für Schlafmöbel nach wie vor beliebt. In Bayern, Österreich und der Schweiz werden sogar Kissen mit Zirbenspänen als wohlriechende Füllung hergestellt.

    Was geschieht mit den Zapfen der Zirbe?

    Zirbenzapfen, auch „Zirbelnüsse“ genannt, blühen alle sechs bis zehn Jahre. Die anfangs rötlichen Zapfen nehmen nach und nach einen bräunlichen Ton an. Im Jahr nach der Blüte sind sie ausgereift und können dann verarbeitet werden – zum Beispiel zu Zirbenlikör und -schnaps. Die fettreichen Samen werden dagegen oft für Lebensmittel verwendet. Mit ihrer länglichen Form und der dünnen, braunen Schale sehen sie Pinienkernen ähnlich. Im Geschmack gleichen sie aber eher einer Walnuss.

    Wie alt ist die Zirbe im Durchschnitt?

    Es ist bekannt, dass die Zirbelkiefern bis zu 800 Jahre alt werden können. Im Durchschnitt sind ausgewachsene Exemplare der Zirbe aber etwa 200 bis 400 Jahre alt, was das Zirbenholz auch so wertvoll macht.

    Wie pflege ich Zirbe geölt?

    Um Ihr Möbelstück aus Zirbe von Staub zu befreien, genügt ein angefeuchtetes Tuch. Für eine intensivere Pflege können Sie aber hin und wieder die Ölung der Oberfläche auffrischen. Verwenden Sie dafür ein naturbelassenes Öl, das sich für die Pflege von Massivholzmöbeln eignet. Es muss dabei kein spezielles Zirbenöl sein – wichtig ist, dass die Holzfläche weiterhin atmen kann, was bei einem natürlichen Holzöl der Fall ist. So bleibt die positive Wirkung des Holzes auf das Raumklima erhalten.

    Wie lange hält sich der Duft der Zirbe?

    Der charakteristische Zirbenduft kann sich sehr lange halten. Dies lässt sich an den sogenannten „Zirbenstuben“ im Alpengebiet feststellen: Die aus Zirbenholz gefertigten Räume sind inzwischen teilweise fast 100 Jahre alt. Noch immer entströmt dem Holz dort der typische Wohlgeruch. Besonders intensiv ist der Duft bei feuchter Witterung, da Feuchtigkeit das ätherische Öl im Zirbenholz aktiviert.

    Unsere Möbel aus Zirbenholz

    Ob designorientiertes Modell oder eine schlichtere Form: Unsere Betten aus Zirbenholz bringen den charakteristischen Duft zu Ihnen nach Hause – uns das ganz in Ihrem Stil. Dank der Stabilität des Holzes übersteht ein Bett aus Zirbe ohne Weiteres mehrere Umzüge, sodass der Wohlgeruch Sie lange begleitet.

    Die offenen Poren im Naturholz nehmen Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und geben Sie bei Bedarf wieder ab. Ätherische Öle im Holz reinigen die Luft dabei auf natürliche Weise. Im Fall der Zirbe hat dieses „Atmen“ des Holzes einen besonderen Effekt: das ätherische Öl Pinosylvin wirkt toxisch auf Schadorganismen wie Bakterien oder Pilze. Unter allen Holzarten wurde der Zirbe sogar die größte antibakterielle Wirkung nachgewiesen. Auch dadurch kann ein Bett aus Zirbenholz das Raumklima im Schlafzimmer deutlich verbessern.

    Damit die feuchtigkeitsregulierende Wirkung nicht verloren geht, verwenden wir für unsere Schlafmöbel aus Zirbenholz ausschließlich Öle der Firma Livos. Diese werden hohen ökologischen Ansprüchen gerecht und erhalten den Duft und die reinigende Funktion des natürlichen Rohstoffs. Mit den passenden Kleinmöbeln aus unserem Sortiment lässt sich dieser Effekt sogar verstärken.